DMY International Design Festival Berlin 2008

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I like it a lot!

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Experte und Laie auf dem DMY Design-ShuttleBy Birgit Bauer

Auf Expedition mit dem DMY-Design-Shuttle: Marion Seiz – designaffin aber „Laie“ und eine Designexpertin – ich.

Erste Station: Lichtobjekt. Der Spreespeicher mit dem Showroom von Susanne Phillipson.
„Manchen Sachen glaube ich nicht ganz“, räumt die Laienfraktion ein, “wie oft wird so ein fragiler Schalter funktionieren, das geht bestimmt schnell kaputt…“. Ich als Expertin prüfe erstmal die Verortung im Designkontext: Linienführung, Materialität und historische Bezüge – und stelle fest: Verarbeitung der Leuchte „Guardian of Light“ ist tiptop.

Zweite Station: Couch. Objekt: Die Couch „Shift“ von Björn Meyer in der Designdome-Ausstellung im selben Gebäude: „Das ist doch gut für ‚ne kleine Wohnung!“ entfährt es Frau Seiz – „Interessante Winkel an diesem Prototyp“ denke ich. Würde ich mir auch hinstellen. – der „Laie“ bringt emotionale Inspiration.

Dritter Stop: Kunst-Design: In der Bombay Sapphire Gallery und in der Appel Design Galerie brauchen alle ein wenig Zeit, um den Blick freizumachen. In diesen Situationen klammert sich sogar die Fachfrau an die Laiensicht: Erstmal offen bleiben! Ob die Gin-Gläser täglich abgestaubt werden?, fragt Marion Seiz, gewinnt derweil an Einsichten und plant bei Appel schon Plagiate: Tisch mit Klebeband wie von „El Ultimo Grito“ kriegt sie auch hin – denkt sie. Aus fachlicher Sicht ist ist so ein Kunstgriff natürlich nicht so einfach!

Vierte Station: Atelierbesuch bei Prof. Werner Aisslinger: Unsere Testperson sieht zum ersten Mal ein richtiges Designbüro mit Plänen und Modellen. Da bekommt Sie einfach selbst Lust zum Basteln. Die Expertin freut sich über die Offenherzigkeit von Aisslinger: Work in Progress ist normalerweise streng geheim. Trotzdem wird hier viel fotografiert.

Fazit: Während der Laie bei Design sofort an die eigene Wohnung denkt, an die Reinigung, die Haltbarkeit, sieht der Profi den Entwurf – im größeren Zusammenhang. Manchmal treffen sie sich aber an dem Punkt, wo beide irritiert vor den Objekten stehen: Der Laie staunt – und der Fachmann wundert sich.