
…and the show goes on
So geht es weiter mit DMYBy Silke BenderHeute ist zwar der letzte Tag, aber nicht aller Tage Abend. Noch nicht alle 36 Spielorte und über 250 beteiligte Designer besichtigt? Ruhig Blut, ein bisschen Zeit bleibt ja noch. Auch wenn die meisten heute abend mit dem Abbauen beginnen – einige der Ausstellungen wie „Turkish Delight“, die „Bombay Sapphire Gallery“ oder der „Design Preis Schweiz“ im Stilwerk werden auch über das DMY-Finale hin noch geöffnet sein. Die anderen können ihre Koffer gleich gepackt lassen, denn DMY geht schon im September weiter auf Tour, um dem Ruf von Design made in Berlin mit Effekt raus in die Welt zu tragen. Fast 20 Designer, Allstars und Youngsters, machen sich auf, zu den nächsten Dreh- und Angelpunkten der Szene. Als erstes steht die Design-Biennale in Saint Etienne/Frankreich auf dem Programm, gleich danach „Tent“ in London, im Oktober die Vienna Design Week in Österreich und die Design Expo in Taiwan. 2005 begann DMY seine Worldtour bereits mit Seoul und Brüssel – seitdem können vor allem junge Designer aus Berlin global netzwerken. Das Ziel: eine internationale Öffentlichkeit finden. Und natürlich Geschäfte machen. „Die wichtigste Messe ist London, wo sich die wichtigsten Macher aus Kunst, Architektur und Design treffen“, so Joerg Suermann, Mastermind des DMY. „Doch die spannendste Messe ist für uns in diesem Jahr Taiwan. Wir sind das erste Mal dabei. Die Veranstaltung ist noch recht jung, und die Region will weg von ihrem Schmuddelimage der billigen Massenproduktion – hin zu Qualität und Design.“ Und da die Zukunft, will man den Unkenrufen rings umher glauben, in Asien und ganz besonders China liegt, darf Berlin auf keinen Fall fehlen. Auch wenn die jungen Designer dafür ein bisschen Mut brauchen, denn eines weiß man über China auch: Mit dem Urheberrecht nimmt man es dort nicht so genau. Noch nicht.


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