In den großflächigen Hangars des Flughafens Berlin Tempelhof präsentiert das DMY International Design Festival 2010 experimentelle Prototypen und inspirative Objekte von über 400 internationalen Designern. Die zentrale Ausstellung zeigt neue Produkte und Prototypen junger wie renommierter Designer, Designstudios und Firmen sowie kuratierte Ausstellungen internationaler Festivals und Designinstitutionen, darunter Schauen des Centro Metropolitano de Diseño (Buenos Aires), Crafts Council UK, Seoul Design Festival, Taiwan Design Center sowie der Vienna Design Week.
Youngsters
Als essentieller Teil der zentralen Ausstellung widmet sich die Fläche der Youngsters seit Beginn des Festivals den jungen, aufstrebenden Designern und ihren experimentellen, spielerischen und zukunftsweisenden Arbeiten. Neben neuen, inspirativen Produkten und Prototypen von Designern, Studios und Kollektiven wie Temporary Collective Arnhem, My Bauhaus is better than yours, Daphna Isaacs oder Studio Joon&Jung, stellen 17 internationale Designhochschulen ihre jüngsten Projekte und wegweisenden Konzepte vor, darunter Präsentationen des Goldsmith College London, Konstfack University College of Arts, Crafts and Design, Lund University, UDK Berlin und Esad Strassburg.
Jury & Awards
Als kuratiertes Event, wählt DMY Berlin die Teilnehmer der Ausstellung auf Empfehlung einer internationalen Festival-Jury aus. Erstmals arbeitet DMY 2010 mit einer festen, für die nächsten drei Jahre designierten Festival-Jury zusammen bestehend aus Jerszy Seymour (Jerszy Seymour Design Workshop), Werner Aisslinger (Studio Aisslinger) und Jurgen Bey (Studio Makkink&Bey) sowie mit zwei internationalen Gastjuroren, die jährlich wechseln werden. Die Gast-Juroren 2010 sind Hella Jongerius (Jongeriuslab) und Patrick Reymond (Atelier OI). Über die Teilnehmer hinaus bestimmt die fünfköpfige Festival-Jury die DMY Award-Gewinner und verleiht die Preise auf der DMY Award-Ceremony (11. Juni, 19:30).
Symposium: Technologie & Design
Sowohl die Ausstellungen als auch das Symposium des Festivals fokussieren auf innovative, konzeptuelle und inspirative Designansätze, die Design weniger als dekorative Disziplin verstehen, sondern seine Fähigkeit vermitteln, alltägliche Nutzungs- und Lebensweisen zu reflektieren und zu gestalten. Das diesjährige Symposium “Are nerds the new designers?” richtet den Blick auf neue Technologien und digitale Medien, die nicht nur unseren Alltag, sondern auch die Designprofession kontinuierlich verändern. ‘Digital native’ Designer können heute auf intelligente Materialien, digitale Entwurfs- und generative Produktionsmethoden zurückgreifen und stehen neuen Anwendungsfeldern gegenüber, die eine disziplinen-übergreifende Gestaltung einfordern: Von Mobiltelefonen über 100-Dollar-Laptops, Robotic Research bis hin zu interaktiven Installationen. Das Symposium verfolgt die Versprechen und das Potential dieser neuen Technologien und richtet den Blick dabei auf Bereiche wie Interaction und Interface Design, digitale Entwurfs- und Produktionsmethoden wie Rapid Prototyping sowie die gegenwärtigen Tendenzen zu offenem und partizipativem Design.
Maker Lab
Die Praktiken der Open Design und DIY-Kultur, die digitale Prinzipien wie Sharing und Crowdsourcing aufgreift und in Designprozesse übersetzt, werden erfahrbar im DMY Maker Lab. Durch das Zusammenspiel verschiedener Workshopstationen wird dem Besucher ermöglicht, eigene Materialien herzustellen, Objekte zu gestalten und auf dem Design anderer aufzubauen. Die Workshopstationen bieten dabei Zugang zu einer Vielzahl von neuen Technologien und DIY-Projekten von Laser Cutter und 3D-Drucker über Arduino, Wearable Gaming, Bio-Plastik bis hin zur Open Source Buchproduktion und Stop-Motion Animation.
Schweizer Design-Fokus
Nach dem letztjährigen niederländischen Designfokus richtet das Festival 2010 ein besonderes Augenmerk auf das Schweizer Design. Die Ausstellungssektion zeigt neue Arbeiten und Projekte ausgewählter Designstudios und stellt die exzellenten Designschulen des Landes vor, darunter die speziell für DMY von Ingenieuren und Designern entwickelte Ausstellung des EPFL+ECAL Lab sowie die erste großangelegten Überblicksschau zur Entstehung und Entwicklung der FIDU-Technologie (Oskar Zieta und ETH Zürich). Darüber hinaus präsentiert die Ausstellung die Gewinner des ‚Design Preis Schweiz’ und des Preis für aufstrebende Talente ‚Eidgenössischer Preise für Design‘.
Satelliten
Die zentrale Ausstellung wird ergänzt durch über 40 Satelliten-Ausstellungen in Designinstitutionen, Galerien, Museen und offenen Ateliers, die sich durch das gesamte Stadtgebiet ziehen: Vom Werkbund/Museum der Dinge über die Galerie König, ‘Some french designers’(1,2,3) im HBC bis hin zu Tom Prices Version der Eames Klassiker bei Peter Harvey LTD geben die Satelliten Ausblicke zu den kreativen Orten der Stadt.
Save the date!
DMY Youngsters
Rumkugelbahn
DMY Awards 2010
DMY Central Exhibition