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Update:
Die Gewinner sind Clemence Seilles mit ihrem Projekt Monumenta, Yi Cong-Lu und seine Wohnwerkzeuge und Dirk vander Kooij mit seinem Roboter Endless.
Jury Selection 2011
Drei aus zehn – Die Festival Jury prämiert einzigartige Herangehensweisen sowie ungewöhnliche und zukunftsweisende Projekte des Festivals.
Gemeinsam mit dem Bauhaus Archiv/ Museum für Gestaltung zeichnet DMY jährlich exzellente und herausragendende Arbeiten im Designbereich aus. Zur Auswahl der Projekte arbeitet das Festival mit einer international besetzten Jury zusammen, die aus drei ständigen und zwei jährlich wechselnden Juroren besteht: Jurgen Bey (Studio Makkink&Bey), Jerszy Seymour (Seymour Design Workshop) und Werner Aisslinger (Studio Aisslinger) sprechen richtungsweisende Empfehlungen zu den Teilnehmern des Festivals aus und nominieren in diesem Jahr gemeinsam mit Catherine Geel (Publizistin und Kuratorin) und Ilkka Suppanen (Studio Suppanen) die zehn besten Arbeiten unter allen Einreichungen.
Die diesjährige Jury Selection zeichnet ein diverses, vielseitiges Bild aus ungewöhnlichen Haltungen und Ansätzen, die in der Bewertung eine ebenso große Rolle gespielt haben wie die im Einzelnen erzielten Ergebnisse.
Camille Grandaty – Made by them
Made by them ist durch die traditionelle Technik der chinesischen Porzellan Dekoration inspiriert. Die Methode beruht auf Kobaltoxid Zeichnungen, die vor dem Brand vorgenommen werden. Bürsten werden hierbei durch Würmer und Schlangen ersetzt und ihre Fußspuren und Bewegungen bilden die Muster auf den Objekten. Dieses Projekt schlägt eine neue Deutung von Tradition und Natur vor. Von Hand entworfen und mit zufallsbedingter Ornamentik versehen, erhält jedes Stück seine Einzigartigkeit.

Clemence Seilles – Monumenta
Monumenta präsentiert eine eklektische Reise in die Welt künstlicher Steine. Skulpturen und Objekte werden direkt aus dem Hardware-Geschäft, kommerziellen städtischen Plätzen und post-modernen Laboratorien genommen, verarbeitet und zu pervertierten Nachahmungen der Natur zusammengesetzt.

Dirk vander Kooij – Endless
Endless ist eine Kunststoff-Strippe, die aus alten Kühlschränken besteht und von einem Roboter in Handarbeit zu einem Stuhl gefertigt wird. Geschmolzene Kühlschränke dienen als Rohmaterial; der Roboter ist dazu programmiert, den Kunststoff in eine lange Schnur zu pressen und solange hin und her zu bewegen, bis sich ein Sitz herausbildet.

EPFL+ECAL Lab – Sunny Memories
Inspiriert von Pflanzen, entwickelte EPFL-Professor Michael Grätzel neue flexible Solarzellen, die neue Perspektiven hinsichtlich von Form, Farbe und Transparenz eröffnen. Die EPFL+ECAL Lab lud das Royal College of Art in London, ENSCI-Les Ateliers in Paris, das California College of the Arts und ECAL / University of Art and Design in Lausanne ein, um ihr Potenzial auszuloten und Anwendungen zu entwickeln. Die EPFL+ECAL Lab zeigt in Zusammenarbeit mit ENSCI, G24i und dem Michael Grätzel-Team eine Selektion der erfolgreichen Projekte, di den Kern dieser neuen Sonnenenergie enthüllen. Mit Unterstützung von Lombard Odier, Privatbankiers, Genf.

Eva Marguerre & Marcel Besau – MOA
MOA ist eine Korbserie mit weicher Struktur, die traditionelle Handwerkskunst mit modernen Herstellungsprozessen vereint. Für die Entstehung der Korbserie wurde eine neuartige Materialkombination aus elastischem Garn und Kunstharz entwickelt. Dabei wird jeder der seriell hergestellten Körbe zu einem Unikat.

Fabien Dumas – POETRY HAPPENS – TOOLS
Fabien Dumas präsentiert eine neue Ready-Made Tischleuchte bei DMY 2011. TOOLS, das weder Lampe noch Lineal ist, stellt einen Hybrid zwischen Prototyp und Alltagsgegenstand dar. Das Objekt sucht das Gewöhnliche ins Ungewöhnliche umzuwandeln und neue Verbindungen aus dem schon Bekannten herzustellen. Auch leistet die konsequente Umwandlung schon existierender Produkte zu neuen Bestandteilen einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeitsforschung.

HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst – 10 Akkuschrauber, 10 Hochschulen, 10 Fahrzeuge
Beim Akkuschrauberrennen treten Studierende aus Deutschland und der Schweiz gegeneinander an, mit Fahrzeugen, die von einem handelsüblichen Bosch Akkuschrauber mit 18 V (das entspricht einem PS) angetrieben werden. Es geht nicht nur um Geschwindigkeit, sondern auch um Gestaltung und Gewicht. Denn bei Elektromobilität (in einem gewissen Sinn gehören Akkuschrauber dazu) ist das Gewicht entscheidend. Erstmals wird eine Auswahl von zehn Fahrzeugen von zehn Hochschulen gezeigt, die gegeneinander angetreten sind.

Kueng Caputo – Copy by Kueng-Caputo
Copy by Kueng-Caputo treibt das Plagiieren von Originalen mit viel Respekt und einer Prise Ironie auf die Spitze. Eine individuelle Auswahl von aktuellen Designneuheiten dient als Ausgangsmaterial. Der Kopierprozess zielt darauf ab, einen signifikanten Aspekt des gewählten Objekts herauszufiltern, zu überhöhen und zu würdigen. So statuiert der Dialog zwischen Original und Kopie eine Hommage an die Schöpfer.

Yi-Cong Lu – Living Tools
Vor dem Hintergrund heutiger Lebensentwürfe entstanden Yi-Cong Lus WOHNWERKZEUGE. Mit ihnen lassen sich Wohnräume individuell anpassen: Eine mobile Lampe, die sich schnell installieren lässt, ein Vorhangsystem, das eine freie Einteilung des Raumes ermöglicht, und ein Objekt, das je nach Anwendung vielfache Funktionen entfaltet.

World Design Capital Helsinki 2012 Maker Lab / YKON Game
YKON Künstler-Kollektiv hat ein Spiel für ca. 30 – 50 Teilnehmer entworfen, das, anstatt existierende Probleme der Welt zu lösen, vielmehr darauf abzielt, neue Ideen zu entdecken, die noch verborgen geblieben sind: mal wunderbare, mal erschreckende Gedanken, die das Leben für immer verändern könnten.

Photo by Mathieu Marguerin
Werner Aisslinger
Jurgen Bey
Catherine Geel
Jerszy Seymour
Ilkka Suppanen